Behzad Karim Khani
Behzad Karim Khani wurde in Teheran geboren und wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Er war noch keine zehn Jahre alt, als er mit seinen Eltern nach Deutschland kam und sie sich im Ruhrgebiet niederließen. Er studierte Kunstgeschichte und Medienwissenschaften an der Ruhruniversität Bochum. Seit 2003 lebt er in Berlin-Kreuzberg, wo er von 2012 bis 2022 die Lugosi-Bar betrieb. Sein Debütroman „Hund, Wolf, Schakal“ erschien 2022.
Schreibworkshop: Und plötzlich entwickeln sie ein Eigenleben Wie literarische Figuren entstehen, denen wir unbedingt folgen wollen
Für Nava Ebrahimi liegt die Spannung jedes fiktiven Werkes in den Charakteren und ihren inneren Konflikten begründet. Wie erschaffen wir solche Charaktere? Wie werden sie vielschichtig, facettenreich und tiefgründig? Und wie vermeide ich Klischees? Im Workshop gibt Nava Ebrahimi Einblicke in ihre Herangehensweise und leitet die Teilnehmenden dabei an, eigene Figuren zu skizzieren.
Samstag, 18. Juli 2026, 9.30 bis 12.30 Uhr und
Sonntag, 19. Juli 2026, 9.30 bis 14 Uhr
Ort: Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg
Preis: 160 Euro, Max. 12 Plätze
Lesung
Samstag, 18. Juli 2026, 14.30 bis 15.30 Uhr
Lesung: Spielen
Bookplay: Interaktive Lesung aus ihrem Sachbuch „Spielen“
Das in der Leben-Reihe bei Hanser Berlin erschienene Buch lädt zum Mitmachen ein. Mit Bullshit-Bingo und vollem Körpereinsatz wird Spieltheorie verdaulich. Alles, was Sie brauchen, ist Mut, Neugier und Hingabe. Alles andere wird sich finden! Achtung? Fertig. Los!
Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Sabrina Bohl

Als wir Schwäne waren
[Hanser Berlin, Berlin 2024]
Ein Junge, der sich eine Gewalt herbeisehnt, die eine Kuhle hinterlässt mit den Umrissen Deutschlands. Er lebt in einer Siedlung, wo die Küchen keine Abzüge haben, und in deren Fluren es nach Armut, Majoran und Etagenbetten riecht. Es sind die 1990er und er ist mit seiner Familie aus dem Iran ins Ruhrgebiet geflohen. Die Mutter ist Soziologin, der Vater ein Schriftsteller, in dessen Sprache es fünfzehn verschiedene Begriffe für Stolz gibt. Deutschland erlebt er als Kränkung und wird zum Beobachter. Erschöpft sich dabei, das Land zu begreifen, während die Mutter an das An- und Weiterkommen glaubt und die Wut des Sohnes immer ungehemmter wird. Denn auf den Straßen seines Viertels herrscht eine Gewalt, von der die Eltern wenig mitbekommen.













