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Mithu Sanyal

Mithu Sanyal

Schreibworkshop: Stimme, Stimmung, Ton
Lesung: Gehalt versus Unterhaltung?



Mithu Sanyal

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren und ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch „Vulva. Das unsichtbare Geschlecht“, 2016 „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“. 2021 erschien bei Hanser ihr erster Roman „Identitti“, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises war und mit dem Literaturpreis Ruhr und dem Ernst-Bloch-Preis 2021 ausgezeichnet wurde.

Schreibworkshop: Der Dialog Verbindung und Trennung

Das Element des Dialogs ist zwischen Menschen wie Figuren die Möglichkeit der Ver- und Entbindung. Was und wie es gesagt wird, schafft Wege. Wie wir als Autor*innen entscheiden, prägt den Roman, aber prägt auch uns. Das gesprochene Wort als Zwischenmenschlichkeit, in der die Literatur beginnt – so seit je her. Mir persönlich wurde gesagt: schreib lieber nichts Dialoglastiges, das verkauft sich nicht. Wollen wir mal sehen.
Martin Piekar

 

Samstag, 18. Juli 2026, 9.30 bis 12.30 Uhr und
Sonntag, 19. Juli 2026, 9.30 bis 14 Uhr

Ort: Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg

Preis: 160 Euro, maximal 12 Plätze


Lesung

Sonntag, 19. Juli 2026, 15 bis 16 Uhr

Lesung: „Und was ist davon wahr?“

Vom Versuch der Literatur, sich gegen die Realität zu behaupten

Ausgehend von ausgewählten Lesestellen wird die Rezeption und die Reaktionen auf „Die Ausweichschule“ beleuchtet. Im Zentrum steht die Frage, warum der Text als „Roman“ bezeichnet wird und wie Literatur Wirklichkeit aufgreift, verzerrt oder sich ihr widersetzt. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen erzählerischer Freiheit und realem Bezug untersucht.

Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Anne Wasmuth


Antichristie

[Carl Hanser Verlag, München 2023]
 

London 2022, die Königin ist tot! An den Trauernden vorbei rennt Durga: internationale Drehbuchautorin, Tochter eines Inders und einer Deutschen, und voller Appetit auf Rebellion und Halluzinationen. Erzählte Mithu Sanyals gefeiertes Debüt „Identitti“ von Identitätspolitik, fragt „Antichristie“ nach dem Kolonialismus und der Gewalt in uns allen. Durga soll an einer Verfilmung der überbritischen Agatha-Christie-Krimis mitarbeiten. Doch auf einmal ist es 1906, und sie trifft indische Revolutionäre, die keineswegs gewaltfrei wie Gandhi kämpfen. Und dann explodiert die erste Bombe. Was wäre richtiger Widerstand in einer falschen Welt? Niemand schreibt so aberwitzig, klug und liebend wie Mithu Sanyal. „Antichristie“ bringt die ganze Welt in die deutschsprachige Literatur.

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