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Ulla Lenze

Ulla Lenze

Schreibworkshop: Die eigene Stimme finden
Lesung: Von Hellsichtigkeit und Heilsversprechen



Ulla Lenze

Ulla Lenze, 1973 in Mönchengladbach geboren, studierte Musik und Philosophie in Köln. Für ihre Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Jürgen-Ponto-Preis für das beste Debüt 2003, dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Förderpreis und dem Ernst-Willner-Preis beim Bachmann-Wettbewerb. 2016 erhielt Ulla Lenze für ihr Gesamtwerk den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und 2020 den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld. Ihr Roman „Der Empfänger“ (2020) wurde in elf Sprachen übersetzt. Im Frühjahr 2023 hatte sie die renommierte Max-Kade-Gastprofessur am Dartmouth College (USA) inne.

Schreibworkshop: Text als Beute Dem Leben die Themen abtrotzen

Mit einfachen spielerischen Miniatur-Aufgaben probieren wir uns schreibend aus, wechseln Perspektiven, lernen genau zu beobachten und uns so selbst besser kennen. Ganz nebenbei erjagen wir unsere ganz persönliche Erzählstimme, und trotzen dem Alltag unsere Texte als Beute ab.

Samstag, 18. Juli 2026, 9.30 bis 12.30 Uhr und
Sonntag, 19. Juli 2026, 9.30 bis 14 Uhr

Ort: Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg

Preis: 160 Euro, maximal 12 Plätze


Lesung

Samstag, 18. Juli 2026, 17.30 bis 18 Uhr

Lesung: Warum Romane weh tun dürfen …

… und warum die Literatur dennoch der sicherste Ort ist, um dem Bösen zu begegnen – am Beispiel von „Geordnete Verhältnisse“.

Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Anne Wasmuth


Das Wohlbefinden

[Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2024]
 

Versteckt in den Kiefernwäldern vor den Toren Berlins liegen die Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz. Als sich die Fabrikarbeiterin Anna Brenner und die Schriftstellerin Johanna Schellmann hier im Jahr 1907 begegnen, hat das für beide Frauen existenzielle Folgen. Anna gilt als hellsichtig, und obwohl die Avantgarde der Kaiserzeit begeistert mit dem Okkulten experimentiert, wird Annas wachsende Anhängerschaft für den Leiter der Heilstätten zum Problem. Johanna ahnt, dass Anna eine Schlüsselrolle in ihrem literarischen Schaffen spielen könnte. Nur: Anna lässt sich nicht vereinnahmen, von niemandem. Sechzig Jahre später versucht Johanna Schellmann Worte für ihre Verstrickungen in der Vergangenheit zu finden, doch erst Vanessa, ihre Urenkelin, bringt Licht ins Dunkel – mitten in einem luxussanierten Beelitz, durch das noch die Geister der Vergangenheit wehen.

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