Jonas Lüscher
Jonas Lüscher wurde 1976 in der Schweiz geboren, er lebt in München. Seine Novelle „Frühling der Barbaren“ war ein Bestseller, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und war nominiert für den Schweizer Buchpreis. Lüschers Roman „Kraft“ gewann den Schweizer Buchpreis. Jonas Lüscher erhielt außerdem u.a. den Hans-Fallada-Preis, den Prix Franz Hessel und den Max Frisch-Preis der Stadt Zürich. Seine Bücher sind in über zwanzig Sprachen übersetzt.
Schreibworkshop: Grauenhafte Texte Wie man sich selbst austrickst, um ins Schreiben zu kommen
Jeder Roman ist ein Meisterwerk, bis man anfängt, ihn zu schreiben. Mit dem ersten Satz kommen auch erste Zweifel: Ist das gut? Geht das nicht besser? Mache ich mich lächerlich?
Wir wollen uns zusammen lächerlich machen, um Schreibblockaden und Perfektionismus zu überwinden. Am ersten Workshoptag machen wir verschiedene Übungen, die einzig und allein dem Zweck dienen, Text zu produzieren, ganz egal von welcher Qualität. Schiefe Bilder, Wortwiederholungen, hölzerne Dialoge: Alles ist erlaubt.
Am zweiten Tag schauen wir uns das Geschriebene genauer an: Ist das wirklich alles schlecht? Oder ist das hier nicht eine interessante Figur? Braucht der Dialog vielleicht nur ein bisschen Schliff? Lässt sich diese Szene nicht weiterentwickeln?
So oder so: Am Ende werden wir geschrieben haben.
Samstag, 18. Juli 2026, 9.30 bis 12.30 Uhr und
Sonntag, 19. Juli 2026, 9.30 bis 14 Uhr
Ort: Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg
Preis: 160 Euro, maximal 12 Plätze
Lesung
Sonntag, 19. Juli 2026, 16.30 bis 17.30 Uhr
Lesung: Schreiben als Teamsport
Über die Zusammenarbeit mit dem Lektorat am Beispiel von „Gym“
Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Katharina Mittenzwei

Verzauberte Vorbestimmung
[Carl Hanser Verlag, München 2025]
Ein algerischer Soldat gerät in den ersten deutschen Giftgasangriff, beschließt, einer müsse damit aufhören, steht auf und geht. Im Kairo der Zukunft beobachtet eine Stand-up-Comedian eine Androidin beim Lachen über ihre Witze. Ein böhmischer Weber wird durch einen automatisierten Webstuhl ersetzt, raubt einen Hammer und attackiert den Apparat. Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im einzigartigen Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt vorbei und noch jede Geschichte möglich. Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Jonas Lüscher auf der Höhe seiner Kunst von einer Gegenwart, die gern mehr über ihre Zukunft wüsste.













