Marijpol
Marijpol (*1982) ist eine Künstlerin, deren Arbeit Comics, Illustration und Design verbindet. Sie bewegt sich zwischen verschiedenen visuellen Stilen und Erzählformaten und spielt mit der Spannung zwischen dem Profanen und dem Ungewöhnlichen. 2022 veröffentlichte sie „Hort“ bei Edition Moderne – eine Graphic Novel über Freundschaft, Fürsorge und außergewöhnliche Körper. Die französische Ausgabe wurde für die Offizielle Auswahl des 51. Internationalen Comicfestivals von Angoulême 2025 nominiert. 2024 stellte sie im Centre Pompidou und im Kunsthaus Göttingen aus.
Lesung
Sonntag, 19. Juli 2026, 18 bis 19 Uhr
Lesung: Am Anfang war die Tragetasche
Vom Sammeln, Liefern und Erzählen
Die Entstehungsgeschichte eines Essenslieferantenromans in sechs Städten auf der Welt.
Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Sabrina Bohl

Hort
[Edition Moderne, Zürich 2022]
„Hort“ erzählt von drei Frauen Ende dreißig, die in einer Wohngemeinschaft leben. Ihr Lebensentwurf orientiert sich nicht an Partnerschaften oder fruchtbaren Jahren, sondern an ihrer größtmöglichen privaten und beruflichen Unabhängigkeit. Ihre außergewöhnlichen Körper tragen die Frauen mit Selbstbewusstsein: Petra ist Bodybuilderin und extrem muskulös, Ulla ist riesig und dick und Denise hat mit einem Schlangenarm ihren Körper modifiziert. Ihr Aussehen widerspricht üblichen Normen von Schönheit und Weiblichkeit und bestimmt durch seine Besonderheit ihr Leben mit. Als die Freundinnen drei verlassene Kinder aus der Nachbarschaft kennenlernen, bewegen sich ihre Gefühle zwischen besorgter Fürsorglichkeit und steifer Befangenheit. Die Frauen sind keine typischen Mutterfiguren, dennoch fühlen sie sich für die Kinder zuständig …













