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Stephan Thome

Stephan Thome

Schreibworkshop: Als wären es echte Menschen
Lesung: Erzählen zwischen Heimat und Fremde


Stephan Thome

Stephan Thome, geboren 1972, ist Philosoph, Übersetzer und Schriftsteller. Er studierte in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio und lebt seit zwölf Jahren in Taiwan. 
Thomes Roman „Grenzgang“ gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres. Die Verfilmung des Romans wurde 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, im gleichen Jahr wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur gewürdigt. Drei von seinen bisher fünf erschienenen Romanen standen auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises: „Grenzgang“, 2009, „Fliehkräfte“, 2012, und „Gott der Barbaren“, 2018.

 


Schreibworkshop: Text als Beute Dem Leben die Themen abtrotzen

Mit einfachen spielerischen Miniatur-Aufgaben probieren wir uns schreibend aus, wechseln Perspektiven, lernen genau zu beobachten und uns so selbst besser kennen. Ganz nebenbei erjagen wir unsere ganz persönliche Erzählstimme, und trotzen dem Alltag unsere Texte als Beute ab.

Samstag, 18. Juli 2026, 9.30 bis 12.30 Uhr und
Sonntag, 19. Juli 2026, 9.30 bis 14 Uhr

Ort: Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg

Preis: 160 Euro, maximal 12 Plätze


16. Juli 2026, 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr

Festivaleröffnung: Lesung und Gespräch

Verholzte Brüste, verhärtete Seelen. Von einem vagen Empfinden zu einem multiperspektivischen Gesellschaftsroman.

Am Anfang von Nava Ebrahimis Roman „Und Federn überall“ stand ein diffuses Gefühl. Es brauchte Jahre und den Namen einer Masthähnchenkrankheit, bis sie es fassen und in sechs Figuren einweben konnte.

Grußworte: Stadt Nürnberg und Martin Krafl, Programme Manager GoH CZECHIA FBM 2026

Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
Preis: 15 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Grażyna Wanat


Pflaumenregen

[Suhrkamp, 2021]

Taiwan in den 1940er Jahren, am Ende der japanischen Kolonialzeit. Die achtjährige Umeko wächst behütet in einer Kleinstadt im Norden der Insel auf. Sie ist stolz auf ihr gutes Japanisch und himmelt ihren älteren Bruder an, der der Star des örtlichen Baseballteams ist. Als die Armee jedoch am Ortsrand ein Lager für ausländische Kriegsgefangene einrichtet, gerät ihr Leben in einen Strudel aus Schuld und Verbrechen, der die Familie siebzig Jahre später immer noch gefangen hält. „Pflaumenregen“ entfaltet ein berührendes historisches Panorama, in dessen Zentrum eine familiäre Tragödie steht. Gleichzeitig zielen die darin aufgeworfenen Fragen auf unsere eigene zerrissene Gegenwart: Was stiftet Zugehörigkeit, wenn persönliche und nationale Identität viel weniger eindeutig sind, als wir glauben? Wie viel wissen wir von denen, die uns am nächsten stehen? Was wissen wir wirklich über uns selbst?