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Martin Piekar

Martin Piekar

Schreibworkshop: Der Dialog. Verbindung und Trennung
Lesung: Familie ist eine Geschichte



Martin Piekar

Martin Piekar, geboren 1990 in Bad Soden am Taunus, ist Schriftsteller, Lyriker, Lehrer und bringt seine Texte ebenso gerne auf die Bühne wie aufs Papier. 
Er veröffentlichte drei Lyrikbände: „BASTARD ECHO“ (2014), „AMOK PERVERS“ (2018) und zuletzt „LIVESTREAM & LEICHEN“ (2023). Bei den 47. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wurde er mit dem KELAG-Preis und dem BKS Bank-Publikumspreis ausgezeichnet. Für das Manuskript seines Debütromans erhielt er 2024 den Robert-Gernhardt-Preis und wurde 2025 für den Alfred Döblin-Preis nominiert.

Samstag, 18. Juli 2025, 16 bis 17 Uhr

Lesung: Familie ist eine Geschichte

im Raum zwischen Erinnern und Erfinden

Mit dem Sprechen beginnt die Literatur und so auch die Familiengeschichte, in der Spannung zwischen Wahrheit und Fiktion bewegt sich der Dialog zwischen Mutter und Sohn. Wie viel Fiktion braucht die Wahrheit und wie viel Wahrheit steckt in der Fiktion?

Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
 Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Katharina Mittenzwei

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Schreibworkshop: Der Dialog Verbindung und Trennung

Das Element des Dialogs ist zwischen Menschen wie Figuren die Möglichkeit der Ver- und Entbindung. Was und wie es gesagt wird, schafft Wege. Wie wir als Autor*innen entscheiden, prägt den Roman, aber prägt auch uns. Das gesprochene Wort als Zwischenmenschlichkeit, in der die Literatur beginnt – so seit je her. Mir persönlich wurde gesagt: schreib lieber nichts Dialoglastiges, das verkauft sich nicht. Wollen wir mal sehen.
Martin Piekar

 

Samstag, 18. Juli 2026, 9.30 bis 12.30 Uhr und
Sonntag, 19. Juli 2026, 9.30 bis 14 Uhr

Ort: Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg

Preis: 160 Euro, maximal 12 Plätze


Vom Fällen eines Stammbaums

[Rowohlt Verlag, Hamburg 2026]

Marcin wächst in prekären Verhältnissen auf. Seine Mutter floh in den 1980er-Jahren aus Polen nach Deutschland, arbeitet hart als Altenpflegerin, trinkt zu viel – und sieht in ihrem Sohn irgendwann nur noch den Gegner. Marcin sucht derweil mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten nach einem Platz für sich. In dieser Spannung leben beide miteinander und gegeneinander. Erst spät, als die Mutter schwer krank ist und Marcin sie pflegt, legt sich die Familiengeschichte offen: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei. 
2023 fand Martin Piekar mit einem Auszug aus diesem Roman beim Bachmann-Preis in Klagenfurt begeistertes Echo.

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