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Erdmann Kaleb

Kaleb Erdmann

Schreibworkshop: „Versuchst du gerade, witzig zu sein?“
Lesung: „Und was ist davon wahr?“



Kaleb Erdmann

Kaleb Erdmann, Jahrgang 1991, studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Politikwissenschaften und Politische Theorie in München und Frankfurt am Main. 
Er war als Autor und Redakteur für verschiedene Fernseh- und Unterhaltungsformate tätig. Sein erster Roman „wir sind pioniere“ wurde mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE ausgezeichnet, der darauffolgende Roman „Die Ausweichschule“ stand 2025 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Sonntag, 19. Juli 2026, 15 bis 16 Uhr

Lesung: „Und was ist davon wahr?“

Vom Versuch der Literatur, sich gegen die Realität zu behaupten

Ausgehend von ausgewählten Lesestellen wird die Rezeption und die Reaktionen auf „Die Ausweichschule“ beleuchtet. Im Zentrum steht die Frage, warum der Text als „Roman“ bezeichnet wird und wie Literatur Wirklichkeit aufgreift, verzerrt oder sich ihr widersetzt. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen erzählerischer Freiheit und realem Bezug untersucht.

Ort: Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg
Bei schlechtem Wetter im benachbarten Katharinensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße
 Preis: 8 Euro / Restkarten an der Abendkasse
Moderation: Anne Wasmuth



Die Ausweichschule

[Park X Ullstein, Berlin 2025]

Am letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002 fallen Schüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Der elfjährige Erzähler erlebt den Amoklauf und wird in den folgenden Wochen und Monaten Zeuge der Hilflosigkeit, mit der die Erwachsenen versuchen, den inneren und äußeren Spuren der Tat Herr zu werden. Mehr als zwanzig Jahre später tritt das Ereignis erneut unerwartet und gewaltvoll in sein Leben. Er beginnt, an einem Romanprojekt über Verarbeitung, Erinnerung und Trauma zu arbeiten, wird jedoch immer wieder vom eigenen Schreiben eingeholt: Hat er das Recht dazu, nach so vielen Jahren alte Wunden aufzureißen? Was geschieht mit Geschichten, die man hunderte Male erzählt? Immer klarer wird: Man schreibt nie nur für sich allein. In „Die Ausweichschule“ verdichtet Kaleb Erdmann seine Erlebnisse nach dem Erfurter Amoklauf zu einem gekonnten Spiel mit Perspektiven.

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