Susanne Fritz

© Julius Erler

Susanne Fritz bringt Texte nicht nur aufs Papier (bzw. auf Datenträger), sondern auch auf die Bühne. Sie ist Autorin, Regisseurin und Bühnenkünstlerin. Sie schreibt Erzählungen, Romane, Essays, Dramatisches und Musik und verfasst Beiträge für Literatur- und Kulturjournale. Susanne Fritz hat an Bühnen im In- und Ausland inszeniert und literarische Texte für Bühne und Konzert bearbeitet. Sie tritt in ihrem Programm WortMusik als Pianistin und Performerin auf. Als Musikerin arbeitet sie mit international renommierten Musikern, Komponisten und Formationen für Neue Musik und Jazz zusammen. Als Autorin erhielt sie angesehene Preise und Stipendien u.a. der Kunststiftung Baden-Württemberg. Sie war Stadtschreiberin in Schwaz/Tirol, Stipendiatin im Schriftstellerhaus Stuttgart und im Herrenhaus Edenkoben. Ihr jüngstes Buch Wie kommt der Krieg ins Kind wurde für den Deutschen Buchpreis 2018 nominiert.

Wie kommt der Krieg ins Kind (Wallstein 2018) erzählt das Schicksal der Mutter, die mit 14 Jahren als Zwangsarbeiterin in ein polnisches Arbeitslager kam und dort vier Jahre verbrachte. Die bruchstückhaften, durch Schweigegebote und Tabus gehemmten Erzählungen der Mutter überschatten die Kindheit der Tochter und prägen sie fürs Leben. Eine sehr persönliche Geschichte, die gleichzeitig viel über die politische und familiäre Erinnerungskultur, über die Fortschreibung der Traumata und über das deutsch-polnische Verhältnis über zwei Weltkriege hinweg erzählt.

 

Meisterklasse mit Susanne Fritz:
Zwischen eigener Betroffenheit und einem universellen Thema
zum Workshop

 

Lesung mit Vortrag:
„Wahre Begebenheiten“ und künstlerische Freiheit am Beispiel von Wie kommt der Krieg ins Kind
zur Lesung