Leonhard F. Seidl

© Katrin Heim

Bevor sich Leonhard F. Seidl der engagierten Literatur verschrieb, absolvierte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger und studierte Soziale Arbeit. Seine Romane sind hauptsächlich in der Realität Oberbayerns und Frankens angesiedelt , basieren auf gründlicher Recherche und verknüpfen reale Ereignisse mit Kriminalhandlung. Seidl setzt sich in seinen Büchern und auch privat für menschliche Werte und gegen rechtsradikale Tendenzen ein. Dennoch betont er: Ich schreibe Romane und keine Flugblätter. So lautet auch der Titel eines Filmporträts über Leonhard F. Seidl, das im März 2018 veröffentlicht wurde. Seine Texte wurden mehrmals ausgezeichnet, sein jüngster Roman Fronten erhielt eine Nominierung für den Crime Cologne Award sowie für den August-Graf-von-Platen-Preis. Fronten erscheint außerdem im ägyptischen Verlag Dar Oktob auf Arabisch. Leonhard F. Seidl unterrichtet Kreatives Schreiben an der Faber-Castell Akademie.

 

Fronten (Edition Nautilus, 2017) ist ein Kriminalroman nach einem wahren Fall. Im oberbayerischen Dorfen erschoss ein psychisch kranker Mann aus Jugoslawien drei Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Seidl holt den Fall ins Jahr 2016: Ein Amoklauf eines bosnischen Waffensammlers weckt in einem "Reichsbürger" Rachegelüste. Als er Muslime für das Blutbad büßen lassen will, stellt sich ihm Roja, eine muslimische Ärztin, in den Weg.

 

 

Meisterklasse mit Leonhard F. Seidl:
Region und Familie als Fundgrube engagierter Literatur
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Lesung mit Vortrag:
Engagierte Literatur mit regionalem Bezug – voll im Trend oder verstaubt?
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