Lena Gorelik

Portrait Autorin Lena Gorelik
© Charlotte Troll (Lena Gorelik)

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ [2004] wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ [2007] war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.  

Ihr Roman „Die Listensammlerin“ [2013] wurde mit dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet, 2015 erschien „Null bis unendlich“. Die „Welt am Sonntag“ schrieb: „Ein starkes, ein emotionales Buch, das durch seine reduzierte Sprache große Gefühle offenlegt.“ Im Jugendbuch „Mehr Schwarz als Lila“ erzählt sie von Grenzüberschreitungen einer Gruppe Jugendlicher auf dem Weg, erwachsen zu werden. Lena Gorelik lebt mit ihrer Familie in München.

 

Wer wir sind
[Rowohlt Berlin Verlag, 2021]
Ein Mädchen reist mit den Eltern, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus, in die Freiheit. Sie muss ihre Kindheit zurücklassen und sich in eine „Fremde“ verwandeln – in ein elfjähriges Flüchtlingskind im selbstgeschneiderten Parka, das die Wörter so komisch ausspricht, dass andere lachen. Auch für die Eltern ist es schwer, im Sehnsuchtswesten wächst ihre russische Nostalgie; und die stolze Großmutter, die mal einen Betrieb leitete, ist hier einfach eine alte Frau ohne Sprache. Ein autobiographischer Roman, der zeigt, dass die Identität gerade im Zwiespalt zwischen Stolz und Scham, Eigensinn und Anpassung, Fremdsein und allem Dazwischen stark wird. „Wer wir sind” erzählt, wie eine Frau zu sich findet – und wer wir im heutigen Deutschland sind.

 

Meisterklasse mit Lena Gorelik:
Mein schreibendes Ich.
Wie viel erzähle ich von mir, wenn ich schreibe, und wie erzähle ich meine Geschichte, ohne alles über mich zu verraten? 
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Lesung mit Vortrag:
Schreiben aus dem Ich.
Der Versuch, die Welt zu erzählen, wenn man über das eigene Ich schreibt.
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