Julia Schoch

Portrait Autorin Julia Schoch
© Ulrich Burkhardt (Julia Schoch)

Julia Schoch wurde in der Nähe von Berlin geboren und wuchs in Mecklenburg auf. Nach längeren Aufenthalten in Frankreich und Rumänien lebt sie heute wieder in Potsdam. In den neunziger Jahren arbeitete sie neben dem Literaturstudium in einem Programm-Kino. Eine Leidenschaft, die ihr geblieben ist. Zentrale Themen in ihren vielfach ausgezeichneten Büchern sind das Verfließen der Zeit und das Erinnern.

Der Umbruch 1989, den sie als Jugendliche miterlebt hat, vor allem aber die Jahre danach, bilden den historischen Erfahrungshintergrund, auf dem sich viele ihrer Texte abspielen. Der Vorgang des Verschwindens treibt sie um. Wohin geht das Verschwundene, wenn es den Blicken entzogen ist? Beim Schreiben sucht sie nicht nach der „verlorenen Zeit“. Sie will das Verfließen der Zeit fühlbar machen – und unser Treiben in diesem Fluss.

 

Schöne Seelen und Komplizen
[Piper 2018]
Ein Roman, der von vielen Stimmen erzählt wird. An einem Gymnasium im Osten Deutschlands erleben die Schüler die Umbrüche 1989 – jeder auf eigene Weise. Der Mauerfall trennt sie schlagartig von ihrer Vergangenheit. Dreißig Jahre später zeigt sich, wie sich ihre Lebensentwürfe entfaltet haben und was aus ihren Träumen geworden ist. Sie alle fragen sich: Wie lange hält uns die Vergangenheit gefangen? Julia Schoch schreibt einen beeindruckenden Gesellschaftsroman unserer jüngeren Geschichte.

 

Meisterklasse mit Julia Schoch:
Wer „Ich“ sagt, muss auch „Sie, Er, Wir“ sagen.
Wie wir den Reichtum literarischer Perspektiven nutzen können.
Zum Workshop

Lesung mit Vortrag:
Der Roman — die Welt der Möglichkeit.
Ich erzähle die Welt nicht nach, sondern phantasiere sie weit. 
Zur Lesung