Judith Kuckart

Portrait Autorin Judith Kuckart
© Laima Chenkelli (Judith Kuckart)

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm ist Tänzerin, Choreografin, Regisseurin und Schriftstellerin. 1984 gründete sie das Tanztheater Skoronel, eine freie professionelle Gruppe, mit der sie bis 1998 17 Produktionen realisierte. Seit 1999 arbeitet sie als freie Regisseurin. Sie schreibt Theaterstücke und Hörspiele. 

Ihr erster Roman „Wahl der Waffen“ erschien 1990. Es folgten unter anderem „Der Bibliothekar“, „Lenas Liebe“, „Kaiserstraße“ und „Wünsche“. Die Liste ihrer Preise, Auszeichnungen und Aufenthalts-stipendien ist lang, sie erhielt u. a. den Deutschen Kritikerpreis 2004, den Literaturpreis Ruhr 2009, das Istanbul-Stipendium der Kunststiftung NRW 2014/15, Stipendien des Deutschen Literaturfonds in New York und London sowie das Stipendium „Stadtschreiberin Dortmund“ 2020.

 

Kein Sturm, nur Wetter
[Dumont, 2019]
Eine 54-jährige Neurobiologin fährt gerne an den Wochenenden zum Flughafen Tegel, setzt sich in ein Café in der Abflughalle und kommt ins Gespräch mit anderen Reisenden. Sie ist alleinstehend, möglicherweise einsam und spürt deutlich, wie die Zeit vergeht. Einer Zufallsbekanntschaft, von der sie fasziniert ist, entwendet sie ihre Visitenkarte. Sie weiß, dass Robert Sturm
in einer Woche von seiner Dienstreise zurück-kommen wird, kennt jetzt auch seine Adresse. Während dieser Woche reimt sie sich ein Wiedersehen, eine gemeinsame Geschichte zusammen, und erinnert sich an die beiden Beziehungen in ihrem Leben, die längst vergangen sind. Die Gehirnforscherin stellt sich dabei die Frage, was unser Leben stärker beeinflusst: unsere Erinnerungen oder das Vergessene?

 

Meisterklasse mit Judith Kuckart:
Stimme der Dinge.
Welche Geschichten erzählen die Dinge, wenn die Menschen den Raum verlassen haben? Wofür sind sie Zeugen? Was ist ihre Sprache? Wie klingt ihre Stimme? 
Zum Workshop

Lesung mit Vortrag:
Warum schreiben?
Ich schreibe, weil ich Geld verdienen muss. Ich schreibe, weil ich sterben muss.
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