Emilia Smechowski

© Rosa Saal

Emilia Smechowski hieß noch Emilka, als sie mit fünf Jahren nach Deutschland kam. Ihre Eltern migrierten mit ihr aus Wejherowo, einem kleinen Ort in der Nähe von Danzig, nach Westberlin. Bevor sie das Schreiben als ihre Leidenschaft entdeckte und in Konsequenz zum Beruf machte, studierte sie Operngesang und Romanistik in Berlin und Rom. Sie war Redakteurin der tageszeitung und arbeitet heute als freie Autorin und Reporterin, u. a. für Die Zeit, Süddeutsche Zeitung und Der Spiegel. Bei ihren Texten geht sie gerne von eigenen Erfahrungen aus, um übergreifende kultur- und gesellschaftspolitische Entwicklungen zu erfassen. Für Die Zeit beschrieb sie zum Beispiel die Schicksale anderer Sängerinnen und Sänger aus ihrer alten Gesangsklasse, um einen Einblick in die Opernwelt von heute zu ermöglichen. Für dieses Zeit-Dossier wurde sie für den Deutschen Reporterpreis nominiert. Für ihr Essay über den Anpassungswillen polnischer Migranten wurde sie mit dem Deutschen Reporterpreis, dem Konrad-Duden-Journalistenpreis und dem Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis ausgezeichnet. Für ihr Porträt über den damaligen Chef der Jungen Union, den in Polen geborenen Paul Ziemiak, bekam sie ebenfalls den Deutschen Reporterpreis. 



Wir Strebermigranten (Hanser Berlin, 2017) ist ein autobiografisches Buch. Mit der Auswanderung entscheidet sich Familie Smechowski für eine Ausradierung der eigenen Herkunft und Vergangenheit und für eine bedingungslose Anpassung. Das Buch fragt nach, zu welchem emotionalen Preis diese Art der Integration erreicht wird und inwiefern es zum Verleugnen bzw zum Verlust der eigenen Identität kommt.

Meisterklasse mit Emilia Smechowski:
Reisen nach innen - wie schreibt man ehrlich über sich selbst?
zum Workshop

 

Lesung mit Vortrag:
Von einer persönlichen Geschichte zum Buch über eine kollektive Erfahrung
zur Lesung